Startchancen-Programm: Allgemeine Informationen

Sep 1

Warum das Startchancen-Programm jetzt so wichtig ist

Warum das Startchancen-Programm jetzt so wichtig ist Nationale und internationale Studien zeigen seit Jahren: In Deutschland hängt der Bildungserfolg stark von der sozialen Herkunft ab. Viele Kinder verlassen die Schule ohne die nötigen Basiskompetenzen in Lesen, Schreiben und Rechnen.

Genau hier setzt das Startchancen-Programm an:
👉 10 Jahre Laufzeit,
👉 20 Milliarden Euro Fördervolumen,
👉 Unterstützung für etwa 4.000 Schulen mit einem hohen Anteil sozial benachteiligter Schüler/-innen.

Ziel ist es, Bildungserfolg von sozialer Herkunft zu entkoppeln und Schulen langfristig zu stärken – sowohl materiell als auch pädagogisch.

Was soll das Programm langfristig erreichen?

Das Startchancen-Programm ist mehr als ein Fördertopf – es ist eine strukturelle Reform, die Systemveränderungen anstoßen will:

1. Basiskompetenzen stärken
Die Mindeststandards in Deutsch und Mathematik sollen an Startchancen-Schulen bis 2034 deutlich verbessert werden.

2. Schulsystem gerechter machen
Soziale Herkunft soll weniger darüber entscheiden, ob ein Kind Bildungs- und Aufstiegschancen erhält.

3. Schulen professionalisieren
Lehrkräfte sollen systematisch in Diagnostik, adaptiver Förderung und datengestützter Schulentwicklung gestärkt werden.

4. Nachhaltige Schulentwicklung ermöglichen
Das Programm ist bewusst auf zehn Jahre angelegt – genug Zeit, um Veränderungen nicht nur anzustoßen, sondern dauerhaft zu verankern.

Startchancen-Programm: Ein Jahrzehnt für mehr Bildungsgerechtigkeit

Mit dem Startchancen-Programm beginnt eines der größten Bildungsprojekte in der Geschichte Deutschlands. Rund 4.000 Schulen, überwiegend mit herausfordernden sozialen Rahmenbedingungen, erhalten ab dem Schuljahr 2024/25 gezielte Unterstützung – mit dem Ziel, echte Chancengerechtigkeit zu schaffen. Was steckt dahinter, wie funktioniert das Programm, und was bedeutet es für Schulen?

Welche Schulen profitieren?

Bis zum Schuljahr 2026/27 werden bundesweit rund 4.000 Schulen Teil des Programms sein – davon etwa 60 % Grundschulen und 40 % weiterführende bzw. berufliche Schulen.

Die Auswahl erfolgt anhand eines Sozialindexes, der berücksichtigt:
👉 Armutsgefährdungsquote
👉 Migrationsgeschichte
👉 Anteil nicht deutschsprachiger Schüler/-innen

Wie das Startchancen-Programm funktioniert: Die drei Fördersäulen

Das Programm ist systematisch aufgebaut und umfasst drei starke Säulen, die jeweils unterschiedliche Bereiche der Schulentwicklung fördern.

Säule I – Investitionen in moderne Lernumgebungen
 
Schulen erhalten Mittel für:
  • zeitgemäße, barrierefreie und limagerechte
  • Lernräume, moderne Ausstattung
  • digitale und analoge Lerntechnologien


Säule II – Chancenbudgets für Schul- und Unterrichtsentwicklung
Damit Schulen eigenständig bedarfsgerechte Maßnahmen entwickeln können, erhalten sie jährlich ein flexibles Budget – beispielsweise für:
  • gezielte Lernförderung in Deutsch und Mathematik
  • individuelle Diagnostik
  • datengestützte Schulentwicklung
  • schulinterne Projekte
  • Lehrkräftefortbildung


Säule III – Personalbudget für multiprofessionelle Teams
Neben Lehrkräften braucht es Fachkräfte, die Schule als ganzheitlichen Lern- und Lebensort stärken, z. B.:
  • Schulsozialarbeit
  • pädagogische Fachkräfte
  • Beratungsangebote
  • Unterstützung im Bereich Elternarbeit.

Cornelsen Akademie

Das Startchancen-Programm steht für die Stärkung der Basis- und Zukunftskompetenzen der Schüler/-innen sowie für eine kontinuierliche Schulentwicklung. Bei der Cornelsen Akademie finden Sie entsprechend passende Fortbildungen für Ihre Schule.
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Cornelsen Verlag

In einer Welt, die sich rasant verändert, ist Bildung der Schlüssel zum Erfolg, ob im privaten Leben oder beim Aufbau einer inklusiven Gesellschaft. Mit dem Startchancen-Programm von Bund und Ländern sollen Schulen mit hohem Anteil sozial benachteiligter Schülerinnen und Schüler unterstützt werden.