Datenschutz auf den Punkt gebracht – Was zählt eigentlich alles als personenbezogene Daten?
Mar 19
/
Tabea Dobhardt
Personenbezug verstehen – die Basis für sicheren Umgang
Nicht jede Information über eine Schülerin oder einen Schüler ist automatisch datenschutzrelevant. Entscheidend ist, ob sich ein Bezug zu einer Person herstellen lässt. Ein einzelner Name ist oft unkritisch – wird er jedoch mit weiteren Angaben verknüpft (z. B. Interessen, Religion, Teilnahmen), entsteht schnell ein personenbeziehbares Profil.
Pflichtdaten vs. freiwillige Daten
In der Schule wird zwischen zwei Arten von Daten unterschieden:
1. Pflichtdaten (dürfen immer verarbeitet werden)
Darunter fallen Angaben, die die Schule zwingend benötigt zum Beispiel:
- Name
- Anschrift
- Kontaktdaten der Erziehungsberechtigten
Für diese Daten braucht die Schule keine Einwilligung. Die Rechtsgrundlage dafür steht in Schulgesetzen und Verordnungen.
Wichtig ist lediglich: Betroffene müssen darüber informiert werden, auf welcher gesetzlichen Grundlage diese Daten verarbeitet werden.
Freiwillige Daten (Zustimmung erforderlich)
Hier braucht es eine Einwilligung – meist der Eltern.
Dazu gehören etwa:
- zusätzliche Kontaktdaten
- besondere organisatorische Hinweise
- bestimmte Interessen oder Angaben zur Religion
- freiwillige Angaben über familiäre Hintergründe
Diese Zustimmung sollte schriftlich erfolgen.
Und spannend: Es gibt Ausnahmefälle, in denen Schüler:innen selbst zustimmen dürfen – ganz ohne schriftliche Erklärung.
Praxis‑Tipp für Lehrkräfte
Frage dich bei jeder Information:
👉 Könnte ich diese Angabe einer konkreten Person zuordnen oder damit etwas über sie ableiten?
Wenn ja → personenbezogen.
Wenn nein → unkritisch.
Wenn unsicher → lieber zurückhaltend handeln.
Gerade bei Fotos, Filmaufnahmen oder freiwilligen Angaben lohnt es sich, im Zweifel einmal mehr nachzufragen – oder Informationen zu anonymisieren.
👉 Könnte ich diese Angabe einer konkreten Person zuordnen oder damit etwas über sie ableiten?
Wenn ja → personenbezogen.
Wenn nein → unkritisch.
Wenn unsicher → lieber zurückhaltend handeln.
Gerade bei Fotos, Filmaufnahmen oder freiwilligen Angaben lohnt es sich, im Zweifel einmal mehr nachzufragen – oder Informationen zu anonymisieren.
